Stand 13.09.2021

Brutvogelerfassung an Kleingewässern
Koordinator Alessandro Kormannshaus Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Um die Auswertung vorantreiben zu können, bittet der Koordinator um möglichst schnelle Zusendung der Erfassungsergebnisse oder zumindest eine Information, welche Gewässer erfasst wurden.


Sperlinge

Erfassung von Haus- und Feldsperling zur Brutzeit 2021:

Insgesamt wurden die beiden Arten durch die BOA auf 46 Probeflächen erfasst. Das ist ein neuer Höchstwert, deshalb an dieser Stelle schon mal herzlichen Dank an alle 38 an der Zählung beteiligten Personen.

Der Haussperling war mit über 10.000 erfassten Individuen auf allen Probeflächen vertreten. Am dichtesten besiedelt waren wie in der Vergangenheit die Neubau-Wohnblockzonen, mit einem neuen gesamten Dichtehöchstwert von 157 Ind./10 ha. Es folgen Altbau-WBZ (110 Ind./10 ha) und Dörfer (92 Ind./10 ha). Mit immer noch beachtlichen Werten zwischen 60 und 70 Ind./10 ha liegen dann Einfamilienhaus-Siedlungen, Parks/Gärten und Industriegebiete am Schluss. Aus den lebensraumtypischen Dichten lässt sich für 2021 ein berlinweiter Bestand von derzeit ca. 190.000 Brutpaaren ableiten, entsprechend 21 BP/10 ha. Dies ist noch mal eine beträchtliche Steigerung gegenüber dem bisherigen Höchstwert von 2016 (152.000 BP). Der Berliner Haussperlings­bestand hat damit seit 2006 bei den BOA-Zählungen im Fünfjahres-Abstand zum 3. Mal in Folge zugenommen.

Der Feldsperling wurde nur auf gut der Hälfte aller Probeflächen nachgewiesen, mit summarisch 247 Individuen. Wie bei den früheren Zählungen waren Kleingartenanlagen mit deutlichem Abstand und 9 Ind./10 ha am dichtesten besiedelt, gefolgt von Einfamilienhaus-Siedlungen (3 Ind./10 ha). Bei allen anderen Lebensraumtypen lagen die Dichten unter 2 Ind./10 ha, z.T. deutlich. Hochgerechnet aus diesen Ergebnissen sollte der stadtweite Feldsperlingsbestand derzeit bei ca. 5.100 BP liegen. Damit ist die Art seit der letzten Erfassung 2016 nochmals um ca. 1.000 BP und gegenüber der 1. Erfassung 2006 um über insgesamt 40 % zurückgegangen. Die Entwicklung von Haus- und Feldsperling in Berlin ist daher klar gegenläufig.

Weitere Detailinformationen, besonders zur Bestandsdynamik, werden für den Haussperling auf der virtuellen Septemberveranstaltung und für den Feldsperling zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert.