Ziel der Erfassung ist es, einen aktuellen Überblick über die Bestandssituation bestimmter Zielarten zu bekommen, deren Bestandsentwicklung oder Gefährdungssituation in Berlin derzeit nur lückenhaft bekannt sind.

Zielarten: Stockente, Blessralle, Teichralle, Wasserralle, Zwergtaucher, Teichrohrsänger, Beutelmeise und Rohrammer und weitere (siehe Erfassungsbogen) - 

Natürlich sollen neben den genannten Zielarten alle weiteren an Gewässern vorkommenden Vogelarten erfasst und diese außerhalb des Erfassungsbogens in ornitho gemeldet werden.

Termine: in den relevant erscheinenden Gebieten idealerweise mindestens 4 Begehungen, Minimalvariante bei Zeitknappheit/ Verhinderung 2 Begehungen mit Schwerpunkt Anfang / Mitte April zur Erfassung der Rallen und Taucher sowie im Zeitraum Ende Mai / Anfang Juni zur Erfassung des Bruterfolgs bei den meisten Arten.

Der Erfassungsaufwand dürfte sich bei den meisten Gebieten in Grenzen halten und auf wenige Minuten beschränkt bleiben. Bei Gebieten mit größeren Schilfröhrichten und nur bedingt einsehbaren Uferbereichen ist ein ungleich höherer Erfassungsaufwand notwendig, um insbesondere Paarbindungen zu erkennen (Stockente, Blessralle) oder eine möglicherweise größere Anzahl an Wasservögeln und Schilfbewohnern festzustellen. Für einige Arten wird der Einsatz einer Klangattrappe zu Beginn der Brutzeit dringend empfohlen, nämlich Zwergtaucher, Teichralle und Wasserralle, ggf. auch Beutelmeise.

Habitat-Zustand: Da die letzten Jahre von überdurchschnittlicher Trockenheit geprägt waren, haben einige Gewässer nachweislich an Habitatqualität eingebüßt bis hin zur teilweise vollständigen Austrocknung. Im März 2020 haben aber etliche Gewässer einen eher hohen Wasserstand. Es soll auch versucht werden, für möglichst viele Gewässer den derzeitigen Erhaltungszustand zu ermitteln, um eine Aussage darüber treffen zu können, ob diese Gebiete Wasservögeln aktuell als Lebensraum dienen oder zumindest geeignet erscheinen. Sollten Sie fehlende Gebiete auf der Liste feststellen, wird um Mitteilung per E-Mail gebeten.

Nullmeldungen: Sollte in geeigneten Habitaten der Nachweis bestimmter Arten nicht gelingen (z. B. Teichralle, Wasserralle, Zwergtaucher) so sollte dies explizit als „Nullmeldung“ vermerkt werden. Diese „Nullmeldungen“ sind für eine spätere Bestandshochrechnung und Einstufung in eine Kategorie der Roten Liste sehr wichtig! Bei Meldungen über ornitho.de ist bitte darauf zu achten, dass bei Gebieten, die nicht mit einem Gelbpunkt versehen sind, eine exakte Punktverortung erfolgt und der Gebietsname im Bemerkungsfeld angegeben wird. Bitte auch hier an Nullmeldungen denken (vor allem bei der Teichralle).  Der Erfassungsaufruf umfasst nicht die großen Seen in der Stadt sowie auch nicht die Flüsse Havel und Spree sowie die städtischen Kanäle mit Ausnahme einiger interessant erscheinender Abzweige und Erweiterungen. Es wird dennoch darum gebeten, sämtliche Revierdaten der Zielarten auch von diesen großen Gewässern über ornitho.de zu melden.

Koordinierung der KleingewässererfassungAlessandro Kormannshaus
Fragen zur Kartierung, Zusagen für die Erfassung bestimmter Gewässer bzw. mehrerer Kleingewässer in Ortsteilen oder großräumigen Gebieten sowie die abschließende Übermittlung der Ergebnisse sind bitte per E-Mail an den Koordinator zu senden oder auch brieflich an: A. Kormannshaus, Glatzer Straße 2, 10247 Berlin. Es wurde ein Erfassungsbogen erstellt, der neben dem Gebietsnamen, der Lage und der erfassten Arten auch Angaben zur Habitatstruktur abfragt. Hierzu zählen vor allem Angaben zum Vorhandensein von Schilf- und Röhrichtbereichen. Bei ausgetrockneten oder anderweitig nicht geeigneten Habitaten kann diese Meldung gerne auch zusammengefasst für mehrere Gebiete per E-Mail erfolgen, es muss nicht für jeden ausgetrockneten Pfuhl ein gesonderter Erfassungsbogen ausgefüllt werden.