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Wintervogelerfassung

Seit 1993 führt die BOA jährlich eine Wintervogelerfassung nach einheitlicher Methode durch. Die hohe Beteiligung der Mitglieder führte bereits zu einer umfangreichen Datensammlung, die Antworten auf verschiedene Fragen ermöglicht. Je länger das Programm läuft, umso wertvoller werden die Aussagen besonders zu den häufigen Arten, die sonst eher stiefmütterlich bearbeitet werden. Deshalb freut sich die BOA über jeden, der weiter mitarbeitet und jeden, der neu hinzustößt.

Mitmachen:

Die jeweils 5 ha großen Probeflächen dürfen von den Mitwirkenden selbst ausgewählt werden. Sie sollen lediglich einem einheitlichen Habitattyp zuzuordnen sein. Jeweils an 4 Terminen werden dort alle Vögel gezählt, die in unmittelbarem Bezug zur Probefläche stehen (nahrungssuchend, rastend usw.)

Termine der laufenden Wintersaison sind: 

  1. 07./08.12.2013
  2. 04./05.01.2014
  3. 25./26.01.2014
  4. 22./23.02.2014

Falls an diesen Tagen keine Möglichkeit zur Zählung besteht, z. B. durch schlechte Witterung, ist eine Verschiebung auf das folgende Wochenende möglich. Alle bisherigen Teilnehmer werden herzlich gebeten, weiterzumachen und somit die langen und wertvollen Datenreihen zum Wintervorkommen von Vogelarten auf dem Berliner Stadtgebiet fortzuführen. Weitere Mitstreiter sind jederzeit willkommen.

Koordination: Klaus Witt  Unter den Ergebnissen finden Sie die Methode. 

Ergebnisse

Detaillierte Informationen werden regelmäßig auf den BOA-Veranstaltungen gegeben.

Artbezogene Auswertungen wurden bisher vor allem im Hinblick auf den Haussperling vorgenommen. Erste Ergebnisse wurden bei der EBCC2004-Tagung in Kayseri/Türkei als Poster vorgestellt (Download pdf-Datei)

Aktuelle Trendanalysen ergaben für 1998–2010 auf der Grundlage von 32 Probeflächen:

  • stabile Verhältnisse bei Blaumeise, Elster, Eichelhäher, Haussperling
  • signifikante Zunahmen bei Amsel, Buchfink, Kohlmeise, Rotkehlchen
  • signifikante Abnahme bei der Straßentaube.

 

Methode

Tageszeit und Begehungsdauer:
Pro Begehung sollten etwa 60 min angesetzt werden. Vorzugsweise sollte während der Vormittagsstunden (ca. ab 30 min nach Sonnenaufgang bis gegen 12 Uhr) gezählt werden, um Ruhephasen, Schlafplatzbewegungen und ähnliches zu vermeiden.

Auswahl einer Kontrollfläche:
Standardgröße von 5 ha aus einheitlichem Lebensraumtyp ausschneiden. Flächenform so wählen, dass die gesamte Fläche zu begehen bzw. einzusehen ist, d. h. mehr quadratisch in vollständig begehbaren Flächen, mehr langgestreckt in abgezäunten und nur von außen einsehbaren Gebieten. Straßenflächen sollten nicht dominierend enthalten sein. Wenn Probefläche größer gewählt werden soll, diese auf mehrfache von 5 ha wählen und Teilflächen von 5 ha gesondert darstellen. Zu erfassen sind alle Individuen einer Art, die entweder rasten oder Nahrung suchen, was auch bei jagendem Habicht zu unterstellen ist, nicht aber bei überfliegenden Gänsen oder Saatkrähen.

Wenn die Kontrollfläche die gleiche ist wie in Vorjahren, erübrigt sich die Tabelle der Strukturbeschreibung, dann ggf. strukturelle Änderungen vermerken. Erwünscht sind mindestens 2 aufeinander folgende Zählwinter auf einer Probefläche.