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Brutvogelprogramm 2016

Der Haussperling wurde bereits 2001, 2006 und 2011 im Rahmen eines umfassenden BOA-Programms auf über 30 Probeflächen kartiert. Aus den Ergebnissen ließen sich lebensraumtypische Präferenzen ableiten (besonders wichtig für die Art sind die dicht bebauten Wohnblockzonen), und es konnte gut begründet auf einen stadtweiten und offensichtlich stabilen Bestand von deutlich über 100.000 BP geschlossen werden. Somit steht jetzt nach fünf Jahren sinnvollerweise eine erneute Überprüfung des Bestands an.
Die Methodik bleibt unverändert: (1) Auswahl einer ca. 25 ha großen Probefläche, die sich eindeutig einem der städtischen Lebensraumtypen Neubau-Wohnblockzone, Altbau-Wohnblockzone, Parks/Gärten, Einfamilienhaussiedlung, Industriegebiet oder Dorfstruktur zuordnen lassen, (2) jeweils eine Begehung in den Vormittagsstunden etwa Mitte März und Mitte April, (3) Zählung aller gesehenen oder gehörten Individuen. Interessant für die Auswertung, aber nicht zwingend notwendig, sind getrennte Zahlen für Männchen, Weibchen und solche Individuen, deren Geschlecht nicht erkannt werden konnte. Vorrangig sollten diejenigen Flächen bearbeitet werden, für die schon Zählungen aus den Jahren 2001, 2006 und 2011 vorliegen, da hier die Bestandsentwicklungen besonders gut verglichen werden können.

Parallel zum Haussperling wurde bisher auf den Probeflächen auch der Feldsperling erfasst. Da sich der Arbeitsaufwand nur unwesentlich erhöht, wird deshalb vorgeschlagen, auch 2016 den Feldsperling mit zu erfassen, um auch für diese Art nach fünf Jahren Vergleichswerte für den Brutbestand zu ermitteln.

Koordinator der Erfassung beider Sperlingsarten ist Jörg Böhner (Tel. 03328/353820, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ). Alle Interessierten, die eine oder mehrere Flächen bearbeiten wollen, werden gebeten, vorher einmal kurz Kontakt mit dem Koordinator aufzunehmen, um Überlappungen von Probeflächen oder Doppelzählungen zu vermeiden. Weitere Informationen zum Stand der Vorbereitung werden auf dem Januartreffen gegeben (s.o.)


 Vorschläge für Erfassungen weiterer Arten sowie die Übernahme der Koordination sind herzlich willkommen. Nachdem auf unserer Jubiläumsveranstaltung über die starke Zunahme der Schwanzmeise in Hamburg berichtet wurde, besteht die Anregung, den Brutbestand der Schwanzmeise 2016 auf verschiedenen Probeflächen in Berlin zu kartieren.


 Neben den bekannten Brutplätzen von Großmöwen im Bereich der City-Ost (Alexanderplatz, Unter den Linden) wurden Mitteilungen über Ansammlungen aus der City-West, z.B. Bülowstraße und Kudamm/Uhlandstraße, bekannt, von denen die BOA keine Kenntnis hatte. Alle BOA-Mitglieder werden gebeten, verstärkt auf mögliche Brutansiedlungen in Berlin zu achten und diese an Klemens Steiof ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) zu melden, damit potenzielle Brutstandorte (meist Dächer) überprüft werden können.